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Angela Pina Ganzoni
20.1.2020

wild

Der Abend gibt keine Antworten im strengen Sinne -

und doch scheint so klar, wie das Sein sein kann,

sodass es dem Menschen gut geht.

    Stephanie

Das war das schönste Theater, das ich je gesehen habe.
    Dominique Aepli

Wunderbar und erfrischend, wurden die zwei Seiten - Publikum und Bühne - immer wieder aufgeweicht;

wunderbar, dass sie nicht wichtig waren; dass es um etwas anderes ging.

Eine kurzhaarige Frau mit gelassenem Gesicht trägt den ganzen Abend ihr Kleinkind vor ihrer Brust. Dieses Kleinkind finde ich faszinierend. Es ist so schön, das Kind. Es ist ganz still. Schaut umher. Dann schläft es ein. Eine andere Mutter mit einem noch kleineren Kind stillt ihr Kind immer wieder. Das Kind schreit, weint, wird gestillt und beruhigt. Die Laute des Kindes vermischen sich wunderbar mit dem Fliessen des Baches, dem Rauschen des Waldes.

Die neue Welt ist da.

    Susanne

Andrea hat grandiose und visionäre Regiearbeit geleistet

mit so viel Feingefühl, Freiheit und Gestaltungskraft.

    Katharina Bamberger

Oh, es war ein magischer Abend bei euch im Guggenloch!

Wir beide, waren und sind verzaubert und begeistert von eurem Spiel,

den Naturkräften, dem Humor und der Tiefe, die da war.

Aus meiner sanften Nervosität des Nichtwissens heraus

entlockt mir der fröhliche Haufen ein Lächeln.

 

Im Bus wie beim Abstieg ins Grün, ins Lebendige

Magie, Überraschung und Freude macht wach.

 

Empfangen, verzaubert, der Klang eines Gongs

Mein inneres Flattern zur Ruhe verführt;

 

Das Leben wird sanfter, mein Herz sich entspannt

So kann ich empfänglicher sein für was kommt.

 

Das Tempo des Schrittes auf halb reduziert

Mein Atem wird tiefer, mein Blick und mein Ohr

a

Die Sinne sind freier, ich fühle mich selbst

Den Teil in mir, der sonst zu leise und schwach

 

Mit Liebe empfangen, das kleine Geschöpf

Inmitten des Herzens von Freude erfüllt

 

Sich zeigen zu dürfen, gesehen zu werden

Ein anderer Zustand, ein Wellness in sich

 

Und dann auf der Bühne, gezielt kommentiert

Wird menschlich Natur auf ’ne Art präsentiert

 

So einfach und simpel, lebendig und pur

Ich fühl’ mich gesehen und will mehr davon

 

Die Menschen, wie sie auf dem Erdboden tanzen

Sich fühlen, berühren – unspektakulär

 

Allein das, das reicht mir, dem zuzuschauen

Menschen mit Füssen am Boden sind schön.

 

Und dann, wenn sie singen, vereint sich das Ganze

Die Wälder und Bäche, sie singen gleich mit;

 

Ich sitz’ da mit Tränen und Freude im Herzen

Berührt von der Sanftheit der Menschen im Wald.

 

Noch immer erfüllt von dem Anblick und Feeling

Sprech' ich euch im Nachhinein herzlich mein Dank.

 

Den besuchenden Menschen die Erlaubnis zu fühlen

Das ist für wahr ein immenses Geschenk, 

 

So will ich euch spiegeln und lasse euch wissen,

Was ihr da kreiert das verändert die Leben,

 

Denkt dran dass ihr schenkt, schenkt noch mehr und geniesst,

Seid sanft miteinander, zu euch und zu sich.

 

Ich halt euer Wild-sein für immer in Ehre,

Da ich dank euch jetzt auch ein anderer bin.

 

Toi toi toi für die weiteren Vorführungen!!!

 

Herz, Kopf und Hand,

Artemi Egorov, Singer Songwriter

Am Schluss im Kreis, lauschen, Anteil nehmen, den nächsten Schritt suchen und machen, mit dem Humor der Kinder…

und wieder Lauschen. Für mich kam das Wort im Schlusskreis: Sakrament, heilig…
     Niklaus Bayer, Theologe